| 05.12.2001 - Coyhaique - Suedchile ca 46° S | |
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Hola und todah,
Glaubt mir, ich war 3-mal in verschiedenen Internetshops, aber ich konnte
keine emails abschicken, deshalb habt ihr solange nichts von mir gehoert und nun
weiss ich vor lauter abenteuerlichen Dingen nicht was ich schreiben soll. Ein
kurzer Ueberblick ueber meine Reise: Ich bin von Ushuaia aus nach Norden zum NATIONALPARK TORRES DEL PAINE getrampt, bin dort vier Tage lang gewandert, wobei ich beinahe durch Schnee, Hagel, Wasser und Sturm umgekommen waere! Dazu muesst ihr wissen, dass mein Reisefuehrer warnt, dass nur erfahrene Trekkingfans diese Tour machen sollen ,dass man einen sehr guten Schlafsack braucht (meiner ist fuer eine Minimaltemperatur von +10 Grad und in der ersten Nacht hatten wir minus 15 Grad), ein sehr gutes Zelt ist erforderlich (leider war das von meiner Freundin geliehene weder water-resistant noch storm-proof, so dass ich es jetzt wohl nur noch aus Sentimentalitaet mit mir rumtrage (5 Stangen sind gebrochen und jegliche Verankerung ist gerissen und es hat 2 kleine Loecher) und man braucht warme und regenfeste Kleidung (ich dachte ich haette welche bei mir, aber T-shirt und Sommerjacke haben auch gereicht). Danach sind wir zipdidip ab nach Calafate gezogen, wo ich den unglaublichen Gletscher Perito Moreno gesehen habe, einer der groessten Gletscher der Welt und wirklich unbeschreiblich. Schliesslich haben wir den Rekord im Trampen aufgestellt, in 52 Stunden haben wir 2500 km geschafft, dafuer habe ich auch nur 2 Stunden geschlafen und bin das erste Mal mit einem argentinischen Auto ohne Licht bei Nacht gefahren. Vorgestern durfte ich sogar ans Steuer eines chilenischen Trucks der 25000 kg Coca Cola geladen hatte und nur ueber 16 Gaenge zur Verfuegung hatte. Ist nicht einfach, einen Lkw zu steuern, aber es hat Spass gemacht und ich durfte es auch nur, weil unser Fahrer ueberm Steuer eingeschlafen war und ich darauf bestand, einmal in meinem Leben selber einen Lkw zu fahren. Nun bin ich also in Coyhaique in Chile und dies ist mein erster richtiger Ruhetag. Dazu muss ich wohl noch schreiben, dass Ryu schon in Ushuaia krank geworden ist und ich nun alleine mit Ruth reise, was wirklich nicht einfach ist.Ausserdem kenne ich nun die Haelfte der israelischen 20-30 jaehrigen und erkenne auf Anhieb aus welchem Land welcher Tourist stammt. Ruth und ich werden wohl noch zusammen nach Pucon im noerdlicheren Chile reisen und ich biege dann ab nach Bolivien, Peru, Ecuador und werde wohl Carneval in Brasilien sein, aber man kann nie wissen...! In meinem Reisetagebuch habe ich alle Geschichten aufgeschrieben, deshalb koennt Ihr sie dann, wenn ich zurueck in Deutschland bin, lesen, denn das Internet hier ist mal wieder sehr teuer. Sonst geht es mir bestens, dank des guten chilenischen Weines habe ich alle Krankheiten vermieden, allerdings muss ich mehr essen, ich bin wirklich,wirklich zu duenn! |
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